An der Edmund-Siemers-Allee

Wir sind an der Uni, auf dem Flur eines Hauptgebäudes, das so groß ist wie Hitlers Germania-Halle. Ein großer Mann kommt, er hält etwas in den Händen und sieht vage so aus, als käme er aus einem Western. Er begrüßt uns laut, macht derbe Witze, ...Jungs, ich hab schon gedacht, in dem ganzen verfluchten Gebäude ist kein Arsch zu finden, schön, dass ihr da seid. Ja, ihr wisst es nicht, aber ich bin der Maismann. Und der Maismann geht jetzt raus und brutzelt über seinem Feuerchen ein paar Maiskolben und dann kommt er wieder und bietet sie euch an. Umsonst, ihr Süßen!...Ich war verzweifelt. Wir sahen aus dem Fenster, dass er dabei war, seine Drohung wahrzumachen. Mein Plan war, im Treppenhaus zu warten und wenn er die eine Flügeltreppe hochkam, auf der anderen herunterzuschleichen. (Er war einfach zu aufdringlich und wahrscheinlich von der CMA bezahlt). Ich blieb auf dem Flur, bis er fast oben war, was zur Folge hatte, dass er mich sah und verfolgte, als ich zur anderen Treppe ging. Ich bog ein, war aber plötzlich in einem Metallgebirge, durch welches ein steiler Pfad rechts nach unten führte. Ich war sehr froh, denn der Pfad schien mir für ihn, mit seinen Maiskolben auf einem Tablett in der Hand, viel zu steil. Natürlich war das nicht der Fall, er kam hinterher. Ich rief, wir werden nie Freunde sein, rutschte ab und hielt mich (mit einer Hand, als wöge ich nichts) an seiner Schulter fest. Er grinste. Ich sagte zu ihm, lass uns Freunde sein. (2007)